Erdnussallergie bei Kindern.

Keine Spur Kindheit. Wegen einer Spur Erdnüsse. 

Kinder mit Erdnussallergie müssen selbst Spuren von Erdnüssen meiden. Doch trotz größtem Bemühen kommen viele Kinder irgendwann versehentlich mit ihnen in Kontakt.1 So beeinflusst das Risiko einer potenziell lebensbedrohlichen allergischen Reaktion den Alltag der Familien oft ganz erheblich.2

1. Vander Leek TK et al. J Pediatr 2000; 137: 749-55; 2. DunnGalvin A et al. Allergy. 2020 May 13. doi: 10.1111/all.14363.

Was ist Erdnussallergie?

Die Zunge kribbelt, die Lippen brennen, der Bauch schmerzt – anhand dieser oder ähnlicher Symptome kann sich eine Erdnussallergie bemerkbar machen. Bei einigen Betroffenen hat der Kontakt mit lediglich einer Spur des Allergens schwerwiegendere Folgen, die mitunter lebensbedrohlich sein können.1 Keine Frage: Eine Erdnussallergie ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen betreffen kann.

Zu den Fakten

Was weißt du über Erdnussallergie?

Wenn du eine Erdnussallergie hast, kannst du bestimmt schon viele dieser Kopfnüsse beantworten. Oder doch nicht? Probier‘s aus! Richtig spannend wird es, wenn du diese Allergie nicht hast! So kannst du mehr über die Erkrankung erfahren und Betroffene besser verstehen. Einfach mal dein Wissen testen, das dauert nur wenige Minuten! Sammle so viele richtige Antworten wie möglich! Und ganz wichtig: Bei einem Verdacht auf eine Erdnussallergie oder auf eine andere allergische Reaktion solltest du bitte unbedingt deinen behandelnden Arzt aufsuchen.

  • Welche Erkrankung können Erdnüsse auslösen?

    • Eine Nahrungsmittelallergie

    • Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit

    • Eine Polyneuropathie

  • Wie viele Kinder sind in Deutschland von einer Erdnussallergie betroffen?

    • 0,1 bis 0,5 Prozent

    • 0,5 bis 1 Prozent

    • 5 bis 10 Prozent

  • Eine Person mit einer schweren Erdnussallergie hat versehentlich in einen Müsliriegel mit Erdnüssen gebissen. Sie bekommt nicht nur Quaddeln auf der Haut (d. h. sie sieht so aus, als wäre sie in Brennnesseln gefallen), nach kurzer Zeit atmet sie pfeifend und bekommt schlecht Luft. Die Person braucht Hilfe. Was ist zu tun?

    • Schnell loslaufen und ihr etwas zu trinken und ein feuchtes Tuch zum Kühlen holen

    • Nach Soforthilfe-Medikamenten fragen oder diese suchen und den Notruf 112 anrufen

    • Nichts, sie wird schon wieder werden.

  • Wie viel Prozent der Menschen mit einer Erdnussallergie waren wegen einer allergischen Reaktion auf Erdnüsse schon mindestens einmal zur Notfallversorgung im Krankenhaus?

    • 5 Prozent

    • 48 Prozent

    • 97 Prozent

  • In einer gemütlichen Runde möchtest du eine Knabberei auf den Tisch stellen. Du weißt, dass dein Freund eine Erdnussallergie hat. Was machst du?

    • Du forderst den Freund auf, ein kleines bisschen zu kosten! Du willst ja wissen, ob die Knabberei Erdnüsse enthält.

    • Du liest die Zutatenliste. Wenn Erdnüsse enthalten sind oder da steht: „Kann Spuren von Erdnüssen enthalten“, weist du deinen Freund darauf hin. Dann könnt ihr zusammen entscheiden, ob die Packung geöffnet wird oder ob es besser ist darauf zu verzichten bzw. ob ihr vielleicht auch etwas anderes essen könnt.

    • Du öffnest die Packung, schüttest sie in eine Schüssel und stellst sie möglichst weit weg von deinem allergischen Freund.

  • Was sollten Erdnussallergiker:innen zur Soforthilfe bei einer schweren allergischen Reaktion immer bei sich führen?

    • Ein Kühlpad oder Eiswürfel zum Kühlen

    • Verbandszeug

    • Einen Adrenalin-Notfall-Pen

  • Sie wächst in der Erde und ist für viele Allergiker:innen eine blöde Nuss! Was ist die Erdnuss aber für eine/n Botaniker:in?

    • Eine Hülsenfrucht

    • Eine Sammelnussfrucht

    • Eine Steinfrucht

  • Menschen mit einer Erdnussallergie müssen in vielen Fällen jeden versteckten Krümel Erdnuss meiden und brauchen daher oft eine „Extrawurst“. Wie viele Betroffene mit Erdnussallergie fühlen sich wegen ihrer Krankheit bisweilen sozial isoliert?

    • 15 Prozent

    • 35 Prozent

    • 65 Prozent

  • Menschen mit Erdnussallergie müssen versteckte Erdnüsse in Lebensmitteln geradezu detektivisch erkennen. Welches Tier kann dabei helfen?

    • Wellensittiche lieben Erdnüsse. Sie geben charakteristische Pfeiftöne von sich, wenn sie Erdnüsse riechen.

    • Ein Hund kann auf Erdnussgeruch trainiert werden.

    • Hamster kommen sogar tagsüber aus ihrem Schlafhäuschen, wenn sie auch nur Spuren von Erdnüssen riechen.

  • Auf zahlreichen Lebensmittelverpackungen ist zu lesen: „Kann Spuren von Erdnüssen enthalten“. Wenn dieser Hinweis fehlt, kann dann ein Produkt von einer Person mit Erdnussallergie unbedenklich verzehrt werden?

    • Nach einem Geschmackstest, ja

    • Ja, auf jeden Fall

    • Nein

  • Ergebnis

    Oh je, du hast noch viel Luft nach oben beim Wissen über Erdnussallergie.

    Am besten, du schaust dich weiter auf www.leben-mit-erdnussallergie.de noch genauer um.Auch wenn du selbst keine Erdnussallergie hast, solltest dudich besser informieren, um zu verstehen, warum Betroffene so vorsichtig sind, und damit du im Ernstfall das Richtige tun kannst. Bestimmt hast du durch unsere Antworten auf die Fragen schon einiges gelernt. Mach den Test doch einfach nochmal!

  • Ergebnis

    O.k., gar nicht schlecht, du hast schon was drauf!

    Wahrscheinlich bist du selber betroffen oder jemand, den du kennst, hat eine Erdnussallergie und du hast dich schon mal mit dem Thema beschäftigt. Deine Wissenslücken hast du sicherlich mit unseren Erklärungen schon aufgefüllt. Wenn du es genauer wissen willst: Mach den Test doch einfach noch mal!

  • Ergebnis

    Gratulation! Du bist fast schon ein Profi in Sachen Erdnussallergie.

    Dir kann man nur noch wenig beibringen. Wenn du selbst keine Erdnussallergie hast, weißt du bestimmt, worauf ein Mitmensch mit Erdnussallergie achten muss und wie du ihm helfen kannst, wenn eine allergische Reaktion eintritt!

Tipps zur Erdnussallergie

Wer selbst keine Erdnussallergie hat, kann oft nur schwer nachvollziehen, was es bedeutet, mit dieser Herausforderung leben zu müssen. Doch dein Wissen über diese unter Umständen lebensbedrohliche Allergieform kann den Alltag von Betroffenen erleichtern und sicherer machen. Wie? Das verdeutlichen dir unsere acht Tipps. Hilf mit: Erweitere dein Know-how und verbreite es!

Zu den tipps

Stimmen zu Erdnussallergie:

  • Dr. Yvonne Braun

    Stellvertretende Vorsitzende Nuss/Anaphylaxie Netzwerk (NAN) e. V.

    „Eine strenge Meidung von erdnusshaltigen Lebensmitteln ist derzeit die einzige Möglichkeit für Betroffene, um das Risiko für allergische Reaktionen zu reduzieren. Versehentliche Kontakte mit Erdnussallergenen sind im Alltag jedoch eine große Herausforderung.“

  • Milla

    Erdnussallergikerin

    „Früher war ich wegen der Erdnussallergie oft alleine. Heute wissen meine Freunde darüber Bescheid und ich habe die Allergie als einen Teil von mir akzeptiert.“

  • Kathrin

    Mutter eines betroffenen Kindes

    „Ich wünsche mir mehr und bessere Aufklärung über Erdnussallergie – nicht nur für Betroffene, sondern auch für die Allgemeinheit.“

  • PD Dr. Katharina Blümchen

    Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin

    „Erdnussallergie ist eine sehr ernstzunehmende Erkrankung, die sich bei vielen Patienten und ihren Familien maßgeblich auf das seelische Wohlbefinden auswirkt.“

  • Sonja Lämmel

    Pressesprecherin Deutscher Allergie- und Asthmabund e. V. (DAAB)

    „Derzeit gibt es in der Bevölkerung nur wenig Bewusstsein dafür, wie sehr der Alltag von Betroffenen durch eine Erdnussallergie beeinflusst wird – das muss sich ändern.“

  • Dr. Yvonne Braun

    Stellvertretende Vorsitzende Nuss/Anaphylaxie Netzwerk (NAN) e. V.

    „Eine strenge Meidung von erdnusshaltigen Lebensmitteln ist derzeit die einzige Möglichkeit für Betroffene, um das Risiko für allergische Reaktionen zu reduzieren. Versehentliche Kontakte mit Erdnussallergenen sind im Alltag jedoch eine große Herausforderung.“

  • Milla

    Erdnussallergikerin

    „Früher war ich wegen der Erdnussallergie oft alleine. Heute wissen meine Freunde darüber Bescheid und ich habe die Allergie als einen Teil von mir akzeptiert.“

  • Kathrin

    Mutter eines betroffenen Kindes

    „Ich wünsche mir mehr und bessere Aufklärung über Erdnussallergie – nicht nur für Betroffene, sondern auch für die Allgemeinheit.“

  • PD Dr. Katharina Blümchen

    Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin

    „Erdnussallergie ist eine sehr ernstzunehmende Erkrankung, die sich bei vielen Patienten und ihren Familien maßgeblich auf das seelische Wohlbefinden auswirkt.“

  • Sonja Lämmel

    Pressesprecherin Deutscher Allergie- und Asthmabund e. V. (DAAB)

    „Derzeit gibt es in der Bevölkerung nur wenig Bewusstsein dafür, wie sehr der Alltag von Betroffenen durch eine Erdnussallergie beeinflusst wird – das muss sich ändern.“

  • Dr. Yvonne Braun

    Stellvertretende Vorsitzende Nuss/Anaphylaxie Netzwerk (NAN) e. V.

    „Eine strenge Meidung von erdnusshaltigen Lebensmitteln ist derzeit die einzige Möglichkeit für Betroffene, um das Risiko für allergische Reaktionen zu reduzieren. Versehentliche Kontakte mit Erdnussallergenen sind im Alltag jedoch eine große Herausforderung.“

Hier finden Betroffene Hilfe:

Erfahren Sie mehr über zwei der wichtigsten Anlaufstellen für Menschen mit Erdnussallergie:

Informationen und Kontakt zum Deutschen Allergie- und Asthmabund https://www.daab.de
Informationen und Kontakt zum Nuss/Anaphylaxie Netzwerk https://www.nussallergie.org/

Patientengeschichte

  • Milla und Kathrin aus Berlin

    „Eine Erdnussallergie ist mehr als eine bloße Unverträglichkeit.“